Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Etwa einer von zweitausend Deutschen leidet an einer chronisch- entzündlichen
Darmerkrankung. Man unterscheidet zwei Krankheitsformen, die Colitis ulcerosa und
den Morbus Crohn. Beide Erkrankungen betreffen vorwiegend jüngere Menschen.
Sie sind sich sehr ähnlich, dennoch unterscheiden sie sich aber deutlich
voneinander, was durch die Ausdehnung und auch die Lokalisation der Entzündung
bedingt ist. Die beiden Krankheitsformen machen sich durch etwas unterschiedliche
Beschwerden bemerkbar und auch die Behandlungsmöglichkeiten sind
unterschiedlich.
Gemeinsam ist ihnen jedoch der schubartige, phasenweise Verlauf. Dabei wechseln
Zeiten mit starken Beschwerden und weitgehend beschwerdefreie Phasen
miteinander ab. Es kommt immer wieder zu Entzündungen im Darmbereich, die von
selbst oder unter der Therapie abklingen. Ohne weitere Behandlung tritt die
Entzündung über kurz oder lang jedoch erneut auf und mit ihr kommt es erneut zu
Beschwerden.
Es handelt sich somit um chronische Krankheiten, die den Betroffenen lebenslang zu
schaffen machen. Umso wichtiger ist es, über die Krankheitshintergünde, die
Symptome und den Krankheitsverlauf, aber auch über die diskutierten
Krankheitsursachen, die Diagnosemöglichkeiten sowie die möglichen
Therapieformen gut Bescheid zu wissen.
Ursachen der chronisch entzündlichen Darmerkrankung
Unklar ist bis heute die genaue Krankheitsursache der chronisch entzündlichen
Darmerkrankungen. Wahrscheinlich ist, dass es sich nicht nur um eine einzige
Ursache handelt, sondern dass die Entzündungen durch ein Zusammenspiel
verschiedener Ursachen bedingt sind. Dabei scheint die Vererbung eine
maßgebliche Rolle zu spielen. Zwar handelt es sich bei der Colitis ulcerosa und
beim Morbus Crohn nicht um typische Erbkrankheiten, doch scheinen die Gene die
Grundlage für eine gewisse Krankheitsbereitschaft, eine erbliche Disposition also, zu
legen, auf deren Boden weitere Ursachen wirksam werden.
Das können zum Beispiel Infektionen sein, besondere Ernährungsgewohnheiten
und/oder Störungen in der Immunabwehr mit einer zum Teil übersteigerten Reaktion
des Abwehrsystems.
Umstritten ist die Rolle psychischer Faktoren. Die derzeitige Lehrmeinung geht davon
aus, dass die Psyche nicht für die Krankheitsentstehung verantwortlich ist. Dennoch
können offensichtlich psychische Belastungen einen akuten Krankheitsschub
auslösen oder diesen verstärken.
Colitis ulcerosa - die Krankheitsgrundlagen
Der Begriff "Colitis ulcerosa" umschreibt ins Deutsche übersetzt eine entzündliche
Geschwürbildung im Dickdarm. Die Darmentzündung wie auch die Bildung von
Geschwüren (Ulzera) ist typisch für die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.
Im Gegensatz zum Morbus Crohn ist diese Neigung bei der Colitis ulcerosa auf den
Dickdarm beschränkt.
Die Erkrankung beginnt immer vom Mastdarm her und kann von dort kontinuierlich
auf die vorderen Abschnitte des Dickdarms übergehen. Die Entzündung ist auf die
oberflächlichen Schichten der Darmwand begrenzt und durchdringt, anders als beim
Morbus Crohn, nicht alle Wandschichten.
Colitis ulcerosa - Symptome und Krankheitsverlauf
Durchfälle, Bauchschmerzen bei der Stuhlentleerung sowie Blut und Schleim im
Stuhl, das sind die auffälligsten Beschwerden bei der Colitis ulcerosa. Viele
Patienten klagen vor allem über häufige und teilweise schmerzhafte
Stuhlentleerungen mit kleinen Mengen blutig-schleimigen Stuhls. In schweren Fällen
leiden die Betroffenen unter häufigen Durchfällen und unter Umständen unter
erheblichen Blutverlusten. Fieber kann auftreten und es kommt zu Eiweißverlusten
und zur Gewichtsabnahme.
Parallel dazu treten meist allgemeine Krankheitszeichen auf, die Betroffenen fühlen
sich in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt und klagen über Müdigkeit und
Appetitverlust. Seltener als beim Morbus Crohn sind neben den Darmbeschwerden
Krankheitserscheinungen an anderen Organsystemen zu beobachten, also
beispielsweise Gelenkentzündungen oder Entzündungen im Bereich der
Wirbelsäule.
Allerdings können in seltenen Fällen auch die Gallengänge mit Entzündungen
reagieren. So können sich Verengungen in den Gallengängen bilden, die einen
Rückstau der Gallenflüssigkeit zur Folge haben und es kann parallel zur Colitis
ulcerosa zur Ausbildung einer cholestatischen Lebererkrankung, der sogenannten
primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) kommen.
Morbus Crohn - die Krankheitsgrundlagen
Der Begriff Morbus Crohn beschreibt eine chronische Entzündung im
Magen-Darm-Trakt, die erstmals in den 30-iger Jahren durch den New Yorker Arzt
Burrill B. Crohn beschrieben wurde. Er bezeichnete das Krankheitsbild als "regionale
Ileitis", also als eine auf den unteren Teil des Dünndarms beschränkte Entzündung.
Crohn beschrieb weiter, dass die entstehenden Geschwüre vernarben und zu einer
Verengung des Darmes führen können und er wusste auch, dass sich im Verlaufe
der Erkrankung Fisteln ausbilden können.
In einem Punkt aber hatte Crohn Unrecht. Denn es stellte sich in den folgenden
Jahren heraus, dass die Erkrankung zwar oft die letzte Dünndarmschlinge betrifft,
doch ist sie nicht auf diesen Abschnitt beschränkt. Anders als bei der Colitis ulcerosa
kann vielmehr der gesamte Magen-Darm-Trakt, praktisch vom Mund bis zum After, in
Mitleidenschaft gezogen sein. Dabei können alle Wandschichten des Darmes von
der Entzündung betroffen sein.
Es erkranken vorwiegend junge Menschen, meist zwischen dem 16. und 30.
Lebensjahr und zwar Frauen wie Männer gleichermaßen häufig. Typischerweise
treten die Entzündungen regional begrenzt auf, es bilden sich regelrechte Herde, die
oft von völlig normalem Schleimhautgewebe voneinander getrennt sind. Typisch für
den Morbus Crohn ist der schubartige Verlauf, Zeiten hoher Entzündungsaktivität
wechseln ab mit Zeiten, in denen die Entzündung offenbar zur Ruhe kommt. Dabei
sind nicht nur die genauen Krankheitsursachen unbekannt, sondern auch die
Faktoren, die zum Wiederaufflammen der Entzündung führen.
Häufiger als bei der Colitis ulcerosa treten beim Morbus Crohn parallel zur Situation
im Darm Krankheitserscheinungen auch an anderen Organsystemen auf, die
sogenannten extraintestinalen Manifestationen.
Morbus Crohn - Symptome und Krankheitsverlauf
Bauchschmerzen, Durchfälle (in schweren Fällen 10 bis 15 pro Tag), eine ungewollte
Gewichtsabnahme und unklares Fieber, das sind die Symptome, mit denen der
Morbus Crohn sich im Normalfall bemerkbar macht. Die Beschwerden treten
langsam schleichend auf, daher wird die Krankheit nicht immer gleich als solche
erkannt. Manchmal dauert es Jahre, bis die Symptome als chronisch entzündliche
Darmerkrankung entlarvt werden. Nicht selten geschieht dies, wenn bereits
Krankheitskomplikationen auftreten.
Hierbei kann es sich zum Beispiel um Fisteln im Afterbereich handeln. Da die
Geschwüre in der Darmschleimhaut beim Abheilen zu narbigen Veränderungen
neigen, kann es außerdem zu einer Einengung des Darmlumens kommen. Diese
Einengungen werden medizinisch als Stenosen bezeichnet. Sie bereiten dem
Patienten zusätzliche Beschwerden, bewirken Bauchschmerzen und eventuell
Schwierigkeiten beim Stuhlgang.
Extraintestinale Manifestation
Der Morbus Crohn (seltener die Colitis ulcerosa) beschränkt sich bei vielen Patienen
nicht nur auf den Magen-Darm-Trakt, die Erkrankung kann von Veränderungen an
anderen Organen und Organsystemen begleitet sein. Sehr häufig betreffen solche
Begleiterscheinungen die Haut, es bilden sich schmerzhafte, rötlich-lila gefärbte
Verdickungen, das sogenannte Erythema nodosum. Charakteristisch sind außerdem
wiederkehrende Gelenkentzündungen sowie Entzündungen im Bereich der
Wirbelsäule. Auch die Augen können betroffen sein.
Gelegentlich wird der Morbus Crohn sogar erst über solche extraintestinale
Manifestationen diagnostiziert zum Beispiel über wiederholte Augenentzündungen,
bei denen keine andere Ursache erkennbar ist.
Diagnosemöglichkeiten
Die Diagnostik stützt sich bei den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen auf mehrere Verfahren. Der Arzt wird den Patienten zunächst "klinisch" untersuchen, seinen Bauch abtasten und abklopfen und auch den Enddarm austasten. Mit Hilfe von Blutuntersuchungen können Entzündungsparameter aufgedeckt werden und eine wichtige Übersicht liefert die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes. Gesichert wird die Verdachtsdiagnose anhand einer Darmspiegelung (Koloskopie), bei der der Untersucher über ein optisches Gerät, das vom After her in den Darm vorgeschoben wird, direkt die Darmschleimhaut begutachtet. Mit Hilfe dieses Verfahrens lassen sich entzündliche Veränderungen und Geschwüre direkt erkennen und in ihrer Ausprägung und in ihrer Lokalisation bewerten. Damit wird eine klare Diagnosestellung möglich und es kann in den allermeisten Fällen gut zwischen einer Colitis ulcerosa und einem Morbus Crohn unterschieden werden. In Einzelfällen können zur Abklärung spezieller Fragen selbstverständlich weitere Untersuchungen wie zum Beispiel eine Röntgenuntersuchung, ein Röntgenkontrasteinlauf oder eine Computertomographie notwendig werden.
Therapieformen bei der Colitis ulcerosa
Die Behandlung der Colitis ulcerosa zielt darauf ab, die Beschwerden des Patienten
zu lindern oder zu beseitigen, die Erkrankung in ein beschwerdefreies Intervall zu
überführen und möglichst lange in diesem inaktiven Zustand (Remission) zu halten.
Realisiert werden kann dieses Ziel in aller Regel durch eine medikamentöse
Behandlung. Im akuten Schub der Erkrankung erhalten die Patienten deshalb oft ein
Kortison- oder ein Mesalazin- (5-Aminosaliylsäure) Präparat, das die Entzündung
zum Abklingen bringt. Da die Entzündung im unteren Darmbereich lokalisiert ist, ist
die Behandlung mit Zäpfchen, Einläufen oder Schaumpräparaten sinnvoll. Die
Behandlung wird in aller Regel so lange fortgeführt, bis die Entzündungsaktivität
abgeklungen, also eine Remission erreicht wurde.
Parallel zur Kortisontherapie wurde früher das Sulfasalazin gegeben, eine Substanz,
die sich als sehr effektiv bei Darmentzündungen erwiesen hat. Der eigentlich
wirksame Inhaltsstoff ist die schon erwähnte 5-Aminosalizylsäure (5-ASA, Mesalazin).
Durch die Einnahme von Mesalazin lassen sich die Nebenwirkungen der
Behandlung deutlich reduzieren.
Mesalazin wird in niedriger Dosierung über die Remission hinaus eingenommen,
als sogenannte Erhaltungstherapie. Denn es ist bekannt, dass der Wirkstoff so
verabreicht, dem Auftreten eines neuen Krankheitsschubs bei der Colitis ulcerosa
vorbeugt.
Welche Behandlung im Einzelfall notwendig ist und wie hoch dosiert werden muss,
hängt von der Schwere der Erkrankung und dem allgemeinen Verlauf ab und kann
nur durch den Arzt entschieden werden.
Nur selten kann dem Patienten durch die medikamentöse Therapie nicht geholfen
werden. Dann ist eine Operation mit Entfernung des Dickdarms (Kolektomie)
möglich, ein Verfahren, das jedoch heute nicht mehr zum künstlichen Darmausgang
führt. Durch geeignete Operationstechniken kann vielmehr aus Dünndarmschlingen
eine Art Tasche, ein sogenannter Pouch, gebildet werden, der die Funktion des
Mastdarms weitgehend übernimmt. Das führt in den meisten Fällen trotz Kolektomie
zu einer normalen Stuhlkonsistenz, wenngleich die Betroffenen etwas häufiger
Stuhlgang haben als sonst üblich. Dafür kommt die Operation direkt der Heilung der
Colitis ulcerosa gleich, da diese, anders als der Morbus Crohn, nur auf den
Dickdarm beschränkt ist.
Eine spezielle Diät ist bei der Colitis ulcerosa nicht erforderlich, die Patienten dürfen
alles essen, was sie vertragen. Vorsicht ist selbstverständlich bei den Lebensmitteln
geboten, die oft auch Gesunden Probleme bereiten also bei allen stark blähenden
Nahrungsmitteln wie Zwiebeln, Kohl und besonders fetten Speisen.
Therapieformen beim Morbus Crohn
Die Behandlung des Morbus Crohn folgt den gleichen Kriterien wie bei der Colitis
ulcerosa, auch bei dieser Krankheitsform geht es darum, eine Linderung der
Beschwerden zu erwirken, die Entzündungsaktivität zu dämpfen und für eine
Remission und ein langes beschwerdefreies Intervall zu sorgen. Doch läßt sich
dieses Therapieziel oft schwerer realisieren als bei der Colitis ulcerosa.
Im akuten Schub sind praktisch immer Kortisonpräparate notwendig. Beim Morbus
Crohn kann neuerdings mit dem Wirkstoff Budesonid ein besonders gut
verträgliches Präparat gewählt werden. Dies wurde möglich durch Fortschritte bei der
Arzneimittelherstellung und durch die Entwicklung spezieller Tabletten, die den
Wirkstoff gezielt im unteren Dünndarm freisetzen, also dort, wo sich die Entzündung
hauptsächlich abspielt. Budesonid wirkt praktisch lokal. Die Substanz wird nach ihrer
Wirkung im Darm direkt in die Leber transportiert und dort abgebaut. Sie zirkuliert
damit nur in minimaler Menge im Blut und der Organismus wird nur wenig belastet.
Das erklärt, warum unter Budesonid deutlich seltener Nebenwirkungen auftreten als
unter den klassischen Kortikoiden.
Auch beim Morbus Crohn wird häufig mit Sulfasalazin oder dem besser verträglichen
Mesalazin behandelt. Dies geschieht insbesondere, wenn nicht nur der Dünndarm,
sondern zugleich der Dickdarm von der Entzündung betroffen ist.
Läßt sich mit Kortikoiden und Mesalazin keine dauerhafte Remission erzielen, so ist
zumeist die Gabe eines Medikamentes, das die Immunabwehr unterdrückt, also
eines Immunsuppressivums sinnvoll. Die besten Erfahrungen liegen derzeit vor
allem mit dem Wirkstoff Azathioprin vor. Die Immunsuppressiva unterstützen die
entzündungshemmende Wirkung der Kortikoide und helfen, Kortikoide einzusparen.
Durch die Behandlung mit den verschiedenen Medikamenten läßt sich das erneute
Aufflackern der Entzündung hinauszögern, ganz verhindern läßt sich ein erneuter
akuter Schub in aller Regel aber nicht.
Operationen sind beim Morbus Crohn erforderlich, wenn es zur Ausbildung von
Komplikationen wie Fisteln oder Darmverengungen (Stenosen) kommt. Diese
Komplikationen können operativ beseitigt werden. Dabei wird, anders als bei der
Colitis ulcerosa, immer darmerhaltend operiert. Denn eine Entfernung des
entzündeten Darmbereichs würde nicht zu einer Heilung führen, da die Entzündung
sich in andere Regionen des Magen-Darm-Traktes verlagern kann.
Ein besonderes Problem besteht beim Morbus Crohn darin, dass den Patienten
infolge der beeinträchtigten Magen-Darm-Funktion unter Umständen
Mangelerscheinungen drohen. Diese können Vitamine, Spurenelemente wie Zink,
Mineralien und auch Eiweiß betreffen und sollten durch geeignete Präparate ersetzt
(substituiert) werden. Zur Substitution von Zink eignet sich die Zinkamin-Falk®
Kapsel, in der das Zink an das besonders gut verträgliche Histidin gebunden ist.
Histidin ist auch für die ausreichende Aufnahme des Zink vom Darm ins Blut
verantwortlich.
Während der Zeit des akuten Schubes kann es außerdem erforderlich werden, den
Patienten mittels einer speziellen "Astronautenkost" zu ernähren, also ihm die
notwendigen Nährstoffe direkt in flüssiger Form (notfalls per Infusion) zuzuführen.
Eine besondere Diät ist ansonsten nicht erforderlich, die Patienten dürfen, soweit
möglich, normale Kost zu sich nehmen. Sie sollten wegen der drohenden
Mangelernährung aber mehr noch als Gesunde auf eine gesunde, ausgewogene
Kost achten.
Weitere Informationen sind aus den Patientenboschüren bei der
Patientenorganisation "Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung"
erhältlich unter www.dccv.de
Mikroskopische Kolitis
Die Krankheitsursache ist noch unbekannt. Diskutiert werden bakterielle oder virale Infektionen, eine längerfristige Einnahme von so genannten nicht-steroidale-Antirheumatika und auch eine genetische Veranlagung.
Symptome und Krankheitsverlauf
Das Krankheitsbild einer mikroskopischen (kollagenen) Kolitis ist durch wässrige Durchfälle eventuell gepaart mit Oberbauchbeschwerden, Müdigkeit und Meteorismus gekennzeichnet. Vor allem bei Frauen jenseits des 40. Lebensjahres sollte bei diesen Beschwerden nicht vorschnell die Diagnose "Reizdarmsyndrom" gestellt werden, auch dann nicht, wenn die Endoskopie einen Normalbefund liefert. Charakteristisch für die kollagene Kolitis ist ein verdicktes Kollagenband in der Darmschleimhaut, das man allerdings nur im Mikroskop sehen kann.
Diagnosemöglichkeiten
Nur durch Stufenbiopsien über den gesamten Dickdarm im Rahmen einer Darmspiegelung lässt sich die kollagene Kolitis nachweisen. Die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei 0,6 bis 2,3 pro 100.000 Einwohner, die Gesamtzahl der Patienten bei 10-15,7/100.000.
Therapieformen
Bestätigt sich die Diagnose, kann eine zielgerichtete Behandlung eingeleitet werden. Sehr gute Therapieerfolge wurden unter Budesonid gesehen. Bei 80% der Patienten kommt es zu einem deutlichen Rückgang der Stuhlfrequenz bis hin zum Verschwinden der Diarrhö und damit zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität.