Magencarcinom

Die sicherste und aussagefähigste Untersuchungsmethode ist die Magenspiegelung (ÖGD). Die Magenspiegelung lässt Geschwüre und Tumore sicher erkennen. Mit der Betrachtung kann in der gleichen Untersuchung auch die notwendige Probenentnahme zur histologischen (feingeweblichen) Diagnostik entnommen werden.

Häufigkeit

Das Magencarcinom ist immer noch die zweithäufigste Krebsart des Verdauungstraktes. Seit mehr als 30 Jahren nimmt die Häufigkeit des Magenkrebses in Deutschland ab. Eine frühzeitige Diagnose erhöht wesentlich den Therapieerfolg , weshalb es so wichtig ist , bei länger als 14 Tagen anhaltenden Oberbauchbeschwerden eine Diagnostik durchzuführen (ÖGD )

Vorsorgeuntersuchung mittels ÖGD indiziert bei Risikopersonen in deren Familien Magenkrebs aufgetreten ist und eine Helicobacter pylori gefunden wurde. Zudem sollten Personen bei denen ein erblicher Darmkrebs gefunden wurde ebenfalls eine vorsorgliche Magenspiegelung durchführen lassen.

Ätiologie

Es besteht ein familiäres Risiko. Ernährung mit geräucherten oder gepökelten Speisen erhöhen das Risiko. Eine Infektion mit dem Helicobacter pylori und eine familiäre Belastung stellen ebenso ein Risiko dar.

Beschwerden

Brennende, drückende, krampfende Schmerzen im mittleren Oberbauch , die entweder nüchtern oder nach dem Essen auftreten oder sowohl vor als auch nach dem Essen. Übelkeit nach dem Essen.

Alarmierende Symptome sind: Bluterbrechen , anhaltende Schmerzen , Gewichtsabnahme , Erbrechen, Blutarmut

Krankheitsverlauf

Bei sogenannten Frühkarzinomen besteht eine vollständige Heilungsaussicht. Fortgeschrittene Stadien besitzen trotz Operation eine schlechte Heilungsaussicht.

Behandlung / Therapie

In seltenen Fällen kleiner Tumore kann eine endoskopische Therapie erfolgen (Endoskopische Mukosa-Resektion = EMR). In der Regel besteht die Therapie aus der Operation mit Entfernung des Magens.

Nachsorge

Nach einer Tumorentfernung muss eine regelmäßige Magenspiegelung durchgeführt werden.